Bei uns steht das Kind im Mittelpunkt – mit all seiner Neugier und seiner Einzigartigkeit.
Wir schaffen einen Ort, an dem sich jedes Kind geborgen fühlen kann und die Welt in seinem eigenen Tempo entdecken darf.
In einer Atmosphäre voller Wertschätzung begleiten wir die Kinder auf ihrem Weg, fördern ihre Stärken und freuen uns über jeden gemeinsamen Entwicklungsschritt.
Wir freuen uns auf Sie und Ihr Kind!
„Spiel ist nicht Spielerei, es hat hohen Ernst und tiefe Bedeutung!“
(F. Fröbel)
Das Freispiel hat für uns im „Gut gelebten Alltag“ einen hohen Stellenwert und ist ein fester und dominierender Bestandteil im Tagesablauf.
"Das Leben ist das Material, an dem Kinder im Wesentlichen lernen!" (C. Freinet)
Ziele des Freispiels
Um herauszufinden, mit welcher Entwicklungsaufgabe und mit welchem Interesse sich das einzelne Kind gerade beschäftigt, bedarf es viel Raum und Zeit zum Spielen und Beobachten. So kann Bildung im sozialen Prozess, in Interaktion zwischen Kind und Erzieher stattfinden. Dies gelingt nicht in vorgefertigten Programmen, dazu bedarf es der Königsdisziplin des täglichen Tuns – dem Freispiel.
Im täglichen freien Spiel entfaltet das Kind vorhandene Kompetenzen bzw. entwickelt neue Fähigkeiten:
starkes Interesse, hohe Konzentration, ausdauerndes Engagement, große Anstrengungsbereitschaft, Lust an Leistung, beneidenswerte Fantasie, unermüdliches Ausprobieren, erstaunliche (Rollen-)Flexibilität, beharrliches Standhalten, kooperative Teamfähigkeit, bestimmende Durchsetzungskraft, ...
Dieses Bildungsverständnis ist der evangelischen Kirche, somit unserer evangelischen Kindertagesstätte ein hohes Anliegen und greift damit auch die Ziele der Bildungs– und Erziehungspläne der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz auf!
Um diesen hohen Zielen gerecht werden zu können, muss ein besonderes Augenmerk auf den Kita-Alltag gelegt werden.
Alles Wichtige für kindliches Verstehen der Welt findet sich in alltäglichen Situationen in der Kita wieder, der Alltag selbst bietet die besten Bildungs- und Entwicklungschancen.
Ein verplanter Tagesablauf mit zu viel Programmen und Projekten, mit ständigen Unterbrechungen der kindlichen Konzentration und Entwicklung stört und behindert enorm den Bildungsweg eines Kindes und führt zu Stress und Überforderung.
Nach konstanter Weiterbildung und der zielgenauen Beobachtung der Kinder (was brauchen/suchen die Kinder) haben wir unseren Alltag so strukturiert, dass jedes Kind seinen Rahmen hat, den es benötigt, um in seinem Tempo in anregender Umgebung seinen Bildungsweg gehen zu können.
Hier wird erlebt, experimentiert, geforscht und viel gestaunt.
„Eine sichere Bindung bietet Kindern einen verlässlichen Hafen (…) Hier lernen sie zu navigieren und Segel zu setzen, um sich auf ihre individuelle Reise durch das Leben zu begeben.“
(C. Denker)
Damit Kinder den Mut finden können, ihre Umwelt zu erforschen, müssen sie sich auf eine feste Beziehung stützen können. Die Bindung zu einer Bezugsperson erlaubt es ihnen, Unbekanntes kennenzulernen und sich aus ihrer Komfortzone zu trauen. In der Kita sind die Mädchen und Jungen meist zum ersten Mal von ihren Eltern getrennt. Das erfordert nicht nur eine gute Beziehung zu den Eltern, sondern auch zur jeweiligen Bezugsperson vor Ort.
Aus diesem Grund ist eine Eingewöhnungszeit in der Kita unverzichtbar.
Der Eintritt in die Kindertageseinrichtung ist eine bedeutende Zeit im Leben eines Kindes und seiner Familie. In unserer Einrichtung wird diese Zeit aufmerksam, sensibel und kompetent in Form einer individuellen Eingewöhnung von unseren pädagogischen Fachkräften begleitet. Wir arbeiten dabei nach einem Eingewöhnungskonzept, das sich am Münchener Eingewöhnungsmodell orientiert.
Während der Eingewöhnungszeit hat jedes Kind ausreichend Zeit, sich mit der neuen Umgebung, seinen Erzieher*innen und den Abläufen bei uns vertraut zu machen. Auch die Eltern bekommen während dieser Zeit die Möglichkeit, unsere Einrichtung, die Strukturen und unsere Erzieher*innen als kompetente und aussagefähige Ansprechpartner*innen kennen zu lernen. So wissen sie ihr Kind in verlässlichen Händen.
Die Eingewöhnung ist dann abgeschlossen, wenn sich das Kind in seiner neuen Umgebung sicher und wohl fühlt und Vertrauen zu seinen neuen Bezugspersonen entwickelt hat.
Bei der Eingewöhnung der Kinder sind wir stets auf das Gefühl und die Beratung der Eltern angewiesen. So kann der nächste Eingewöhnungsschritt zusammen bestimmt werden und die Eingewöhnung wertvoll verlaufen.
Denn: Die Eltern sind die Profis ihrer Kinder und kennen sie am besten.
„Bewegung ist das Tor zum Lernen.“
(Dr.P. Dennison)
„Sieben oder acht Jahre des Sichbewegens und Spielens sind notwendig, um einem Kind die sensomotorische Fähigkeit zu vermitteln, die als Grundlage für seine intellektuelle, soziale und persönliche Entwicklung dienen kann.“ (J. Piaget)
Das heißt, der Entwicklung der körperlichen Fähigkeiten als Grundlage für die geistige bzw. sprachliche Entwicklung muss viel Zeit und Raum eingeräumt werden. Erst dann entwickelt das Kind ein erstes Konzept eigener Fähigkeiten. Beim Experimentieren und Ausprobieren differenziertester Bewegungsabläufe (balancieren, klettern, rutschen, hängen, laufen, kriechen etc.) entwickelt es seine Ich-Werdung, seine Wahrnehmung, seine Selbstständigkeit und stärkt seine Persönlichkeit. Das Kind erfährt sich als Urheber einer Wirkung (ich kann etwas) und genau dieses Gefühl ist die Basis für das Selbstvertrauen bei Leistungsanforderungen!
Für die Arbeit in unserer Kindertagesstätte heißt das konkret, dass jedes Kind von uns die Zeit und den Raum bekommt, sich die wesentlichen Entwicklungsstufen der Bewegungsentwicklung selbst zu erarbeiten und eine Bewegung so lange ausprobieren zu dürfen, bis es sich von selbst etwas Neues zutraut.
Wir geben den Kindern Sicherheit durch unsere Anwesenheit, wir geben keine Anweisungen und vermitteln: “Tu nur das, was du dir selbst zutraust und lass dir Zeit dabei.“
In unserer Einrichtung liegt der Fokus auf ganzheitlicher Bewegungsentwicklung. Alle Räume bieten viel Platz. Sitzen, stehen, liegen, Stufen und Treppen ersteigen, hoch oben sein, sich verkriechen können ist in allen Räumen möglich. Das Raum- und Tageskonzept sieht viel Zeit für die unterschiedlichsten Körpererfahrungen vor.
Die Förderung der natürlichen Bewegungsfreude der Kinder und ihrer Eigenaktivität stellt daher einen elementaren Bestandteil unserer pädagogischen Arbeit dar.
Mit dem Ziel, den Mut der Kinder zum Einsatz ihrer motorischen Fähigkeiten zu fördern, Kindern die Erfahrung zu ermöglichen, dass sportliche Betätigung für das körperliche Wohlbefinden wichtig ist und sie in ihrer natürlichen Bewegungsfreude nachhaltig zu stärken.
„Beobachtung bedeutet in erster Linie die Wertschätzung des Kindes und seiner Individualität. Beobachte ich ein Kind, dann vermittle ich ihm: „Ich sehe dich, du bist wichtig!“
(Theresa Ill)
Bei all unseren Beobachtungen steht das einzelne Kind im Mittelpunkt. Dies ermöglicht uns, das Kind mit seinen Stärken und Interessen in Alltagssituationen wahrzunehmen und dadurch individuelle Lerndispositionen, Fortschritte und Bedürfnisse zu erkennen. Beobachtung und Dokumentation stellt für uns daher die Grundlage dar, jedem Kind bestmögliche Impulse und Lernanreize zu seiner Weiterentwicklung geben zu können. Beobachtung und Dokumentation bilden die Grundlage für Elterngespräche und die einmal jährlich stattfindenden Entwicklungsgespräche. Wir werden in die Lage versetzt, den Eltern detaillierte Informationen über die Lern- und Entwicklungsprozesse ihres Kindes geben zu können. Wir können gemeinsam sinnvolle Ziele vereinbaren und bei Bedarf gezielte Fördermaßnahmen vorschlagen. Durch die regelmäßige Beobachtung und Dokumentation stellen wir sicher, dass alle Kinder unserer Einrichtung Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Anerkennung erfahren.
Wir betrachten die Kinder in Spielsituationen bewusst und hören genau hin. Wir nehmen sie im Alltag aufmerksam wahr und lassen uns auf das ein, was sie tun und denken.
„Wir alle verpflichten uns Verantwortung zu übernehmen, um Kinder im Alltag für das Leben stark zu machen.“
Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher stehen zueinander in einem eng verbundenen Beziehungsverhältnis für die Zeit, in der die Kinder wichtige Bildungsprozesse durchlaufen. (Vgl. BEE S.124)
Daher sind die Eltern die wichtigsten Partner für uns Erzieher, sie sind die Experten ihrer Kinder, sie kennen die bisherige Entwicklung am besten, seine Stärken und Interessen, aber auch besondere Vorlieben und Bedürfnisse.
Wenn wir gut zusammenarbeiten, können wir das Kind optimal in seiner Entwicklung begleiten.
Eine gute Erziehungspartnerschaft wirkt sich positiv auf das Kind aus, wenn es spürt, dass Eltern und Erzieher sich gegenseitig vertrauen – es kann frei und sicher die Welt erkunden.
Wir treten den Eltern wertschätzend, respektierend und achtend gegenüber. Wir möchten, dass sie sich willkommen und anerkannt fühlen und sich mit ihren Anliegen und Bedürfnissen jederzeit ernst genommen fühlen.
Dies erreichen wir indem wir ihnen auf Augenhöhe begegnen, sie mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten in den Alltag einbinden und stärken, sie teilhaben und mitwirken lassen.
Ein Vertrauensverhältnis schaffen, welches von gegenseitiger Akzeptanz, Offenheit und Respekt geprägt ist, ist ein wesentlicher Aspekt unserer täglichen Arbeit.
„Es ist Segen, bei Gott geborgen sein zu dürfen, sich bewusst zu sein, dass er uns hilft und durchs Leben leitet.“
(M. Fehlbaum)
Auch im religionspädagogischen Bereich sind die Erzieherinnen unserer Kita Lebensbegleiter für die Kinder.
Das christliche Verständnis vom Menschen und der Schöpfung mit all seinen Lebewesen und Schätzen der Natur wird in unserem Haus durch Wertschätzung, Achtsamkeit und Toleranz miteinander und untereinander sichtbar.
Wir fördern die Friedens- und Konfliktfähigkeit der Kinder für ein gewaltfreies Miteinander.
Religiöse Bildung ist ein fester Bestandteil in unserer Einrichtung. Regelmäßig findet ein Kreis, gestaltet mit der Pfarrerin und einer Erzieherin, im Rhythmus des Kirchenjahres mit all seinen Festen und Feiern, Symbolen, sowie den biblischen Schlüssel-Geschichten aus dem Alten und Neuen Testament statt. Dabei werden kindgerecht die Themen mit den Kindern besprochen und erklärt. Dazu gehört auch das Singen von christlichen Liedern, sowie das Beten.
Ebenso werden den Kindern unserer Einrichtung die verschiedenen Kulturen, Konfessionen und Religionszugehörigkeiten vertraut und bekannt gemacht. So erleben sie sich und andere als Geschöpfe Gottes und entdecken sich trotz ihrer Unterschiedlichkeit als zusammengehörig.
In unserem Haus profitieren die Kinder von sogenannten Funktionsräumen, innerhalb derer sie selbstbestimmt mit anderen Kindern zusammen ihrem Spiel- Bewegungs- und Forschungsinteresse nachgehen können. Deshalb sind alle Räume und Angebote für alle Kinder offen.
Die Räume sind anregend, auffordernd und selbständig nutzbar gestaltet und haben hohen Aufforderungscharakter, der Kreativität und vielfältige Sinneserfahrungen zulässt.




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